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Feuersalamander

Halt ich bin giftig! Das signalisiert diese schwarz-gelbe Körperfarbe des Feuersalamanders. Er kann ein hochwirksames Hautgift produzieren, das potenziellen Fressfeinden schlecht bekommt, weil es stark reizend auf die Schleimhäute wirkt. Die auffällige Färbung dient also als Warnsignal und schützt den Feuersalamander wirksam vor vielen natürlichen Feinden.

Adulte Feuersalamander sind reine Landbewohner. Sie lieben feuchte, schattige Laubwälder mit vielen Versteckmöglichkeiten im Wurzelbereich der Bäume, unter Totholz, unter Falllaub oder unter Steinen.

Sie ernähren sich von Schnecken, Regenwürmern, Spinnen und Insekten und sie sind vorwiegend regen- und nachtaktiv. Während Trockenperioden verkriechen sie sich tief in den feuchten Boden oder in Spalten, um nicht auszutrocknen. Besonders nach starken Regenfällen kann man ihnen nachts begegnen, wenn sie auf Nahrungssuche gehen.

Die Paarung erfolgt an Land zwischen Frühling und Sommer. Die Tragzeit dauert ungefähr acht Monate. Die Eier entwickeln sich im Körper des Weibchens, wo dann auch die Larven schlüpfen. Die Weibchen suchen ein geeignetes Fliessgewässer für die Ablage ihrer Larven. Nicht jedes Bächlein ist dafür geeignet, die Fliessgeschwindigkeit darf nicht zu schnell, die Temperatur darf nicht zu hoch, der Sauerstoffgehalt im Wasser darf nicht zu gering und die Wasserqualität muss gut sein und es sollte wenig Vegetation im Bächlein sein. Fische im Gewässer würden den Tod für die jungen Larven bedeuten. Nach drei bis sechs Monaten ist die Entwicklung der Larven abgeschlossen. Feuersalamander werden nach zwei bis vier Jahren geschlechtsreif. In einem intakten Lebensraum können sie 20 Jahre alt werden.

Die Bestände des Feuersalamanders sind in manchen Regionen durch Lebensraumverlust und die Einschleppung von Krankheitserregern stark gefährdet. Schutzmassnahmen und die Erhaltung naturnaher Wälder und sauberer Bäche sind daher besonders wichtig.

Silvia Rüegg-Bonelli